Alles Gute für 2008!
Am 1. Januar 2008 wird fast überall auf der Welt Neujahr zusammen mit Silvester auf einer Party gefeiert. Gutes Essen, meist alkoholische Getränke und stimmungsvolle Musik gehören dazu. Mitunter gibt es Bockwürstchen und Kartoffelsalat als Erinnerung, dass auch schlechte Zeiten kommen könnten. Vom Karpfen wandern ein paar Schuppen ins Portemonnaie, damit dieses im neuen Jahr niemals leer wird. Zum nächtlichen Jahreswechsel geht mensch auf die Straße, um unter dem Läuten der Glocken den zahllosen Feuerwerken zuzusehen oder selbst eines zu veranstalten und um Bekannten oder auch Wildfremden Glück- und Gesundheitswünsche auszusprechen. Dabei geht der „gute Rutsch" vermutlich auf das Jüdische zurück: Aus dem Hebräischen „Rosch“ (Kopf, Anfang) wurde „tov rosch“ (guter Anfang). Um den Jahreswechsel sind eine Reihe alter Symbole zu sehen: Glücksschweine, Schornsteinfeger und vierblättriger Klee.
Unser Sonnenjahr stammt aus dem alten Ägypten. Dort war eine genaue Kalenderrechnung wegen der Voraussage der Nilüberschwemmung und des Sonnenkultes wichtig. Doch schon bei Babyloniern, Azteken, Mayas und in China war die Länge des Jahres bekannt. Kurz vor der Zeitenwende übernahm Julius Caesar den Näherungswert von 365,25 Tagen in den römischen Kalender. Jahresbeginn war damals aber der 1. März, woher die Namen der Monate September bis Dezember (7. bis 10. Monat) stammen.
Seit dem Mittelalter wird das christliche Neujahrsfest am 1. Januar gefeiert, obwohl das Kirchenjahr bereits am 1. Adventsonntag beginnt. Orthodoxe feiern Neujahr am Dreikönigstag, wie es bei uns vor 800 Jahren üblich war. In vielen Ländern weicht das Datum des Neujahrsfestes von unserem ab, besonders wenn das Mondjahr die Kalenderrechnung bestimmt. Juden und Chinesen gleichen dies alle drei Jahre mit einem Schaltjahr (13. Monat) aus.
In der arabischen Welt ist das Jahr elf Tage kürzer. Neujahr ist im Islam kein offizieller Feiertag und wird jedes Jahr zehn bis zwölf Tage früher begangen. Das chinesische und vietnamesische Neujahrsfest liegt zwischen Ende Januar und Mitte Februar. Das kurdische Neujahrsfest Newroz ("der neue Tag") wird zum Frühlingsanfang am 21. März gefeiert und entstammt dem Widerstandsgeist der Kurden. Als Fest der Wiedergeburt wurde es von anderen Völkern übernommen. So feiern es heute auch Afghanen und Perser, die es um eigene Bräuche bereichert haben. Bei den Hindus fällt Bikarami Samvat auf den 6. April 2008. Im Judentum ist Rosch ha-Schana ("Kopf des Jahres") im September oder in der ersten Oktoberhälfte. Die Mahlzeiten am Neujahrstag enthalten Früchte und Honig, um ein „süßes neues Jahr“ zu symbolisieren. Im Orient oder in Süd- und Ostasien erstreckt sich das Neujahrsfest über mehrere Tage. Aus alter Tradition stammt das keltische Neujahrsfest am Tag der Todesgöttin Hellia am 31. Oktober, woraus Halloween entstanden ist.
Auch wenn Neujahr in jeder Region eine andere Charakteristik hat, gibt es doch eine Reihe gemeinsamer Elemente. Dazu gehören Rückblick und Vorschau, Bräuche gegen Zukunftsangst und schlechte Einflüsse (Bleigießen, Bekenntnis von Fehlern, gute Vorsätze für das neue Jahr usw.), Glück wünschen, Feuerwerk oder der Besuch eines Neujahrskonzertes.
Meine grünen Wünsche zum Jahreswechsel könnte ich wie die Kinder in der Adventszeit an den Weihnachtmann in das brandenburgische Himmelpfort in der Nähe der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück schreiben. Aber wer glaubt schon an den Weihnachtsmann? Ich glaube vielmehr an die Kreativität und den Ideenreichtum von Bündnis 90/Die Grünen! Grüne Politik wird auch im nächsten Jahr konstruktiver sein, als die der anderen Parteien. Dies gilt auch für unsere Fraktion im Rathaus „auf Augenhöhe“ in der Zählgemeinschaft. Wir stehen für eine bessere Politik und diese beinhaltet auch systematische Analytik, um möglichst optimale Entscheidungen zunächst ohne „Koalitionszwänge“ zu finden. Wir haben hierfür im Bezirk und anderswo ausreichende Kompetenz und dafür haben wir das Vertrauen unserer Wähler und Wählerinnen erhalten.
Bertil Wewer
