Bericht von der Kundgebung gegen die NPD am 17. Juni 2010

Bei schönem Wetter begrüßten ca. 100 engagierte Berliner_innen, ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, und Antifaschist_innen, die eintreffenden Rechtsextremen (ca. 70). Vom üblichen Pfeifkonzert und netten Sprüchen begleitet, mussten die Rechten den Weg durch die Polizeisperre nehmen. Versuche, mit Autos auf das Gelände zu fahren, wurden untersagt. So durften die Herren Udo Voigt, Udo Pastörs, Uwe Meenen, die Neuköllner BVVler Sturm und Vierk und wenige Damen, die ausnahmweise nicht fürs Reich Kuchen backen und Strümpfe stricken mussten, an uns langspazieren. Einige genossen es, endlich mal im Mittelpunkt stehen zu dürfen, andere hatten es recht eilig in den Wirtschaftshof zu gelangen. Leider ist der Bezirk verpflichtet der NPD Räumlichkeiten zu vermieten, was trotzdem mehr Widerstand hervorrufen könnte. Die NPD muss allerdings einen anitrassistischen Mietvertrag unterzeichnen, in denen sie sich verpflichten sich nicht rechtsextrem, rassistisch, antisemitisch und undemokratisch zu äußern oder darzustellen.

Wir haben wieder friedlich und lautstark den Rechten gezeigt, dass für ihre menschenverachtende und antidemokratische Politik in unserem Bezirk kein Platz ist! Die Befürchtungen der Polizei, es könnten schwarz vermummte Steinewerfer auftauchen, haben sich wieder nicht bewahrheitet. Aktives Bürger_innenengagement wird mit solchen Unterstellungen nur behindert und ist daher kontraproduktiv.