Besichtigung des Biomassekraftwerks Rudow
Am 19. März 2007 trafen sich Interessierte zu Neuköllns schönen Seiten vor dem Biomasse-Heizkraftwerk der EKT GmbH in der Köperniker Straße in Rudow, welches die Gropiusstadt mit Fernwärme versorgt.
Die ca. einstündige Führung durch den Vertriebsleiter Herrn Lehmann zeigte den Arbeitsablauf dieses am 01. Mai 2003 fertig gestellten, 20 MW–Kraftwerkes, vom Abladen des angelieferten Altholzes bis zur Entsorgung der Abfallprodukte. Die 20 Mitarbeiter_innen betreiben das Heizkraftwerk mit 150-200.000 t Altholz im Jahr und erzeugen damit 80% der benötigten Energie. Die restlichen 20% werden durch ein gasbetriebenes Heizwerk erzeugt.
Das Altholz wird größtenteils vom Schredderplatz in Spandau per Schiff angelandet, danach in Silos trocken gelagert, um dann über Förderbänder zum Kessel mit Rostverbrennung zu gelangen. Er treibt die Turbine an und erzeugt die Hitze zum Erwärmen des Wassers. Über die Fernwärmeleitung benötigt das erhitze Wasser ca. 4h bis zum letzten Heizkörper. Aus dem in vier Gefahrenstufen eingeteilten Altholz ergeben sich 3% Asche, die, wenn sie belastet ist, im Bergbau zur Verfüllung von Schächten verwendet wird. Unbelastete Asche nutzt man im Straßenbau, Flugasche wird unter Zugabe von Kalk im Tagebau verbaut.
Die EKT GmbH (vormals Harpen-EKT GmbH) ist ein Energiedienstleister mit den Kernkompetenzen Nah- und Fernwärmeversorgung sowie Contracting für Wärme, Kälte und Strom. Seit Mai 2006 ist die EKT eine hundertprozentige Tochter der RWE Key Account Contracting GmbH (www.harpen-ekt.de).
Die Führung gab einen interessanten Einblick in die Energiegewinnung und wir danken der EKT GmbH für die Möglichkeit der Besichtigung.
Felix Reyhl
