Kleine Anfrage (KA/008/XVIII): Gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bezirksamt

Fragestellerin: Gebhardt, Gabriela

Eingang: 21. Februar 2007

Beantwortet: 09. März 2007

 

Gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bezirksamt

  1. Wie hoch war der durchschnittliche Krankenstand absolut und prozentual in den letzten beiden Jahren im Bezirksamt Neukölln?
  2. In welchem Verhältnis stehen diese Angaben zum landesweiten durchschnittlichen Krankenstand im öffentlichen Dienst? Wie bewertet das Bezirksamt diese Daten?
  3. Welche gesundheitsfördernden Maßnahmen hat das Bezirksamt in den letzten Jahren durchgeführt, um positiv auf den gesundheitlichen Zustand seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuwirken und wie sind dieses genutzt worden?
  4. Welche Schritte hat das Gesundheitsmanagement für 2007 geplant?

 

Antwort des Bezirksamtes:

Zu 1. Wie hoch war der durchschnittliche Krankenstand absolut und prozentual in den letzten beiden Jahren im Bezirksamt Neukölln?

Zahl der Dienstkräfte zum Stichtag 28.02.2007 = 2.104

Jahr

Arbeitstage

Krankheitstage

Krankenquote

2005

496.387

38.465

7,75 %

2006

510.314

41.486

8,13 %

 

Zu 2. In welchem Verhältnis stehen diese Angaben zum landesweiten durchschnittlichen Krankenstand im öffentlichen Dienst? Wie bewertet das Bezirksamt diese Daten?

Grundlage für den Vergleich des Krankenstandes im Bezirksamt Neukölln im Verhältnis zum landesweiten durchschnittlichen Krankenstand, wäre das Vorliegen einheitlicher statistischer Daten.

Die diesbezüglichen Bemühungen der Senatsverwaltung für Inneres, den Abschluss einer neuen Dienstvereinbarung für die Betrieblichen Gesundheitsförderung sowie eine entsprechende Verfahrensregelung zur IPV-gestützen Gewinnung von Kennzahlen über Krankenstände im öffentlichen Dienst herbeizuführen, sind bisher ohne Erfolg geblieben. Da die Dienststellen nach wie vor nicht befugt sind, eine einheitliche Auswertung der in IPV hinterlegten krankheitsbedingten Abwesenheitsdaten vorzunehmen, können derzeit landesweite durchschnittliche Krankenstände nicht abgefragt werden. Aufgrund der Intervention des Hauptpersonalrats findet kein Abgleich zwischen den Dienststellen im Land Berlin statt.

 

Zu 3. Welche gesundheitsfördernden Maßnahmen hat das Bezirksamt in den letzten Jahren durchgeführt, um positiv auf den gesundheitlichen Zustand seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuwirken und wie sind dieses genutzt worden?

Seit der Installierung der bezirklichen Arbeitsgruppe Gesundheitsmanagement im Jahr 2003 wurden folgende gesundheitsfördernden Maßnahmen durchgeführt:

a) In Umsetzung des § 3a der Arbeitsstättenverordnung sind Regelungen zum Nichtraucherschutz erlassen worden. In diesem Zusammenhang wurden 4 Kurse zur Raucherentwöhnung angeboten, an denen insgesamt 74 Beschäftigte teilgenommen haben. Die anschließende Befragung der Teilnehmer hat ergeben, dass die Schulungsmaßnahme bei 74% der Befragten eine positive Entwicklung zur Folge hatte.

b) Zum vorbeugenden Gesundheitsschutz der Beschäftigten wurden umfassende Hepatitisimpfungen angeboten und durchgeführt.

c) Zur umfassenden Information der Beschäftigten wurde am 09.11.2005 ein Gesundheitstag durchgeführt. Die Veranstaltung wurde von den Beschäftigten sehr gut angenommen. Die Resonanz war durchweg positiv.

d) Zur Unterstützung des Fusionsprozesses der Beratungsstelle für Alkoholkranke und Medikamentenabhängige und des Sozialpsychatrischen Dienstes wurde eine Supervision unter externer Begleitung durchgeführt. 

e) Durchführung eines Workshops unter externer Begleitung für die AG Gesundheitsmanagement zur Festlegung der weiteren Vorgehensweise.

f) Aufgrund des Bezirksamts-Beschlusses vom Februar 2005, in der Bezirksverwaltung Neukölln einen Maßnahmenkatalog für ein Konzept zur standardisierten Gesprächsführung nach krankheitsbedingter Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erarbeiten, sind alle Führungskräfte in der Durchführung von Fehlzeitengesprächen geschult worden. Auch wird derzeit mit dem Personalrat über den Abschluss einer Dienstvereinbarung zur Durchführung von Fehlzeitengesprächen verhandelt.

 

Zu 4. Welche Schritte hat das Gesundheitsmanagement für 2007 geplant?

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements ist u.a beabsichtigt, Projekte zu organisieren und durchzuführen, die insbesondere unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit in den Leitungen der Ämter und Servicebereiche beitragen. Vorrangiges Ziel hierbei ist es, die noch vorhandenen Leitungskräfte in die Lage zu versetzen, ihr vorhandenes Wissen zu transferieren.

 

Buschkowsky

Bezirksbürgermeister

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