Kleine Anfrage (KA/011/XIX): Rückläufer_innen des Probejahres 2011/12

Fragestellerin: Christians-Roshanai, Mahwareh

Eingang: 20. März 2012

Beantwortet: 10. April 2012

 

Rückläufer_innen des Probejahres 2011/12

 

  1. Von welchen Grundschulen kommen die ca. 107 Rückläufer_innen?
  2. Wie hoch war der Unterrichtsausfall an den Grundschulen, aus denen die Rückläufer_innen kommen im Vergleich zu andern Neuköllner Grundschulen?
  3. Wie viele Schüler_innen erhielten am Ende der sechsten Klasse die gymnasiale Empfehlung?
  4. Von welchen Gymnasien sind Rückläufer_innen zu erwarten? Gibt es an diesen Schulen Häufungen von Rückläufer_innen in einzelnen Klassen?
  5. Wie viele der 107 Rückläufer_innen sind nichtdeutscher Herkunft?
  6. Werden die Schüler_innen in bereits bestehende Klassen der Sekundarstufe integriert?
  7. Wenn ja, auf welche Sekundarschulen werden die Schüler_innen verteilt?
  8. Lässt sich ermitteln, welche Fächer die leistungsschwächsten sind?
  9. Wenn ja, gehören Deutsch, Englisch und Mathe zu den leistungsschwächsten Fächern?
  10. Mit welchen zusätzlichen Lernmaßnahmen hat die Schule versetzungsgefährdete Schüler_innen im Probejahr unterstützt?

 

 

 

Antwort des Bezirksamtes:

 

Sehr geehrte Frau Christians-Roshanai,

für das Bezirksamt beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

1. Von welchen Grundschulen kommen die ca. 107 Rückläufer?

2. Wie hoch war der Unterrichtsausfall an den Grundschulen aus denen die Rückläufer kommen im Vergleich zu andern Neuköllner Grundschulen?

3. Wie viele Schüler erhielten am Ende der sechsten Klasse die gymnasiale Empfehlung?

5. Wie viele der 107 Rückläufer sind nichtdeutscher Herkunft?

Zu 1.–3. und 5.:

Eine Aufschlüsselung zu den o.g. Fragestellungen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, da die Rückläufer/-innen erst mit der in der Zeugniskonferenz zu treffenden Entscheidung über das Bestehen des Probejahres feststehen. Sofern sich Schwerpunktgrundschulen mit einer signifikanten Anzahl von Nicht-Bestehern herauskristallisieren, werden sich die Gymnasien mit diesen in Verbindung setzen. Die Kinder einer Schule kommen allerdings aus bis zu 35 Grundschulen.

 

Zu 4. Von welchen Gymnasien sind Rückläufer zu erwarten? Gibt es an diesen Schulen Häufungen von Rückläufern in einzelnen Klassen?

Einzelne Schüler/-innen sind in allen Gymnasien zu erwarten; schwerpunktmäßig sind es allerdings die beiden Schulen, die sich bereit erklärt hatten, eine zusätzliche Klasse zu eröffnen, um den Bedarf an Gymnasialplätzen zu befriedigen: Leonardo-da-Vinci-Schule und Ernst-Abbe-Schule. Indem die Klassen mit Schüler/-innen aufgefüllt wurden, die an ihren Wunschschulen aufgrund der Kriterien nicht aufgenommen wurden, häufen sich hier schlechtere Leistungsvoraussetzungen

 

Zu 6.  Werden die Schüler in bereits bestehende Klassen der Sekundarstufe integriert?

Da die bestehenden Klassen in der Regel die Höchstfrequenz erreicht haben, ist eine Integration in bestehende Klassen nur vereinzelt möglich.

 

Zu 7.  Wenn ja, auf welche Sekundarschulen werden die Schüler verteilt?

Nach der derzeitigen Planung, die noch nicht abgeschlossen ist, sollen die Schüler/-innen voraussichtlich einen Schulplatz an der Alfred-Nobel-Schule und der Zuckmayer-Schule erhalten.

 

8.  Lässt sich ermitteln, welche Fächer die leistungsschwächsten sind?

9. Wenn ja, gehören Deutsch, Englisch und Mathe zu den leistungsschwächsten
      Fächern?

Zu 8. und 9.:

Es wird keine Statistik über die Notenverteilung über die Fächer geführt; erfahrungsgemäß gehören aber die Kernfächer Deutsch, Mathematik, 1. und 2. Fremdsprache zu den leistungsschwachen Fächern.

 

10. Mit welchen zusätzlichen Lernmaßnahmen hat die Schule versetzungsgefährdete Schüler im Probejahr unterstützt?

Die Gymnasien unternehmen vielfache pädagogische Bemühungen der Förderung, zum Beispiel:

  • Hausaufgabenunterstützung
  • Teilungsunterricht in den Kernfächern und
  • Lernförderung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket

Darüber hinaus berät und unterstützt das schulpsychologische Beratungszentrum die Schulleitungen der Neuköllner Gymnasien und bietet den betroffenen Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften konkrete Hilfestellungen an.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Giffey

Bezirksstadträtin

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