Kleine Anfrage (KA/019/XVII): Islamischer Religionsunterricht

Fragestellerin: <link wahlen-2011 direktkandidat-innen dr-susanna-kahlefeld.html internal-link>Kahlefeld, Susanna

Eingang: 18. September 2002

Beantwortet: 02. Oktober 2002 

 

Islamischer Religionsunterricht

  1. Wie viele Kinder wurden seitens der Eltern für die Teilnahme am islamischen Religionsunterricht im Schuljahr 2002/2003 angemeldet? (Getrennt nach den Trägern Islamische Föderation und Kulturzentrum Anatolischer Aleviten e.V.)
  2. Welche Schulen sind im einzelnen, mit jeweils wie vielen Klassen betroffen? (Getrennt nach Träger)
  3. Wie viele Lehrerinnen und Lehrer werden Schulen jeweils zur Verfügung gestellt und wie sind diese im Kollegium verankert?
  4. Sind die jeweiligen Lehrmaterialien bekannt und wie wird gewährleistet, dass der Unterricht in deutscher Sprache erteilt wird?

 

Antwort des Bezirksamtes:

Sehr geehrte Frau Dr. Kahlefeld,

die Beantwortung der Kleinen Anfrage erfolgt in Abstimmung mit der Außenstelle Neukölln des Landesschulamtes Berlin. Im Bezirks Neukölln wird in diesem Schuljahr von der Islamischen Föderation an zwei Schulen islamischer Religionsunterricht erteit. Es handelt sich dabei um die Rixdorfer Grundschule und die Elbe-Grundschule. An der Karlsgarten-Grundschule beabsichtigte die Islamische Föderation ebenfalls, islamischen Religionsunterricht zu erteilen. Dieses Vorhaben wurde nicht realisiert. Vom Kulturzentrum Anatolischer Aleviten e.V. wird in Neukölln kein Religionsunterricht erteilt.

 

Zu 1. Wie viele Kinder wurden seitens der Eltern für die Teilnahme am islamischen Religionsunterricht im Schuljahr 2002/2003 angemeldet? (Getrennt nach den Trägern Islamische Föderation und Kulturzentrum Anatolischer Aleviten e.V.)

Zu Beginn des Schuljahres 2002/2003 waren zum islamischen Religionsunterricht an der Rixdorfer Grundschule zwölf Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die Zahl hat sich durch Werbemaßnahmen inzwischen (Stand 26. September 2002) auf 78 Kinder erhöht.

Der Unterricht an der Elbe-Grundschule begann mit neun Schülerinnen und Schülern, zum Stand 26. September 2002 sind es nun 55 Kinder.

 

Zu 2. Welche Schulen sind im einzelnen, mit jeweils wie vielen Klassen betroffen? (Getrennt nach Träger)

An der Rixdorfer Grundschule wird in 20 Klassen islamischer Religionsunterricht erteilt. An der Elbe-Grundschule findet islamischer Religionsunterricht ebenfalls klassenübergreifend in 16 Klassen statt.

 

Zu 3. Wie viele Lehrerinnen und Lehrer werden Schulen jeweils zur Verfügung gestellt und wie sind diese im Kollegium verankert?

Der Religionsunterricht an der Rixdorfer Grundschule wird durch einen Lehrer erteilt. Die Integration gestaltet sich nach Auskunft der Schulleitung schwierig. An der Elbe-Grundschule erfolgt der islamische Relifionsunterricht ebenfalls durch einen Lehrer. Auch hier ist eine Integration in das Kollegium schwierig. Das Bezirksamt bittet um Verständnis dafür, hier keine näheren Angaben machen zu können.

 

Zu 4. Sind die jeweiligen Lehrmaterialien bekannt und wie wird gewährleistet, dass der Unterricht in deutscher Sprache erteilt wird?

Materialien für die Klassen 1-4 an der Rixdorfer Grundschule wurden der Schulleitung nach intensivem Verlangen übergeben, für die Klassen 5 und 6 liegen bisher weder Materialien noch Rahmenpläne vor. Da die Arbeitsblätter der Kinder sowohl in deutscher als auch arabischer Sprache verfasst sind, wird der zuständige Schulaufsichtsbeamte nach den Herbstferien einen Unterrichtsbesuch durchführen.

An der Elbe-Grundschle liegt ein Rahmenplan vor, weitere Informationen über Unterrichtsmaterialien sind dem Landesschulamt - Außenstelle Neukölln nicht bekannt. Auch hier wird ein Unterrrichtsbesuch nach den Herbstferien durchgeführt. Nach Aussage der betroffenen Schüler findet der Unterricht in deutscher Sprache statt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Schimmang

Bezirksstadtrat

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