Kleine Anfrage (KA/035/XIX): Teilnahme am Projekt "Schule ohne Rassismus"
Fragestellerin: Christians-Roshanai, Mahwareh
Eingang: 17. August 2012
Beantwortet: 10. September 2012
Teilnahme am Projekt "Schule ohne Rassismus"
- Welche Neuköllner Grundschulen nehmen am Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" teil?
- Welche Neuköllner Oberschulen nehmen am oben genannten Projekt teil?
- Wie macht das Bezirksamt in Grund-/Oberschulen auf das Projekt aufmerksam?
Antwort des Bezirksamtes:
Sehr geehrte Frau Christians-Roshanai,
Zu 1. und 2.:
Im Rahmen des Modellvorhabens „Dialog macht Schule“ der Robert Bosch Stiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung beteiligt sich die Otto-Hahn-Schule aktiv am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Zielsetzung dieses Projekts ist es, Jugendlichen ein Bewusstsein für Demokratie zu vermitteln und ihnen Möglichkeiten des Umgangs in religiösen und gesellschaftspolitischen Fragen aufzuzeigen. In weiteren Schulen Neuköllns werden bezüglich dieser Thematik unterschiedliche Projektentwürfe erarbeitet, die alle darauf abzielen, einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten.
Zu 3.:
An den Neuköllner Schulen gibt es insgesamt vielfältige Aktivitäten, Initiativen und Projekte, die sich mit diesem Themenkomplex befassen, um tolerantes Verhalten zu fördern und insbesondere gegen Rassismus vorzugehen.
„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist ein Projekt neben zahlreichen anderen, die sich in der Berliner Schule mit der Förderung von Demokratie und Toleranz befassen. Der Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ wird verliehen, wenn sich mindestens 70 % der direkten Angehörigen einer Schule (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstiges Personal) durch ihre Unterschrift dazu verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßige Projekttage (mindestens ein Projekt pro Jahr) zum Thema durchzuführen.
Das Projekt basiert auf dem aktiven und nachhaltigen Engagement schulischer Akteure und bedarf des Willens und der eigenen Initiative der Neuköllner Schülerinnen und Schüler, im Sinne des Selbstverständnisses aktiv zu werden und diskriminierende Äußerungen oder Handlungen konsequent zu bekämpfen.
Um demokratisches Bewusstsein zu wecken und ein respektvolles Miteinander der in Neukölln heranwachsenden Kinder und Jugendlichen zu fördern, wurden die Schulen Neuköllns über die Zielsetzung des Projekts „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ umfänglich informiert.
Hierbei kommt den schulischen Gremien (Schulkonferenz und Gesamtkonferenz) eine besondere Verantwortung zu, weil sie als Beratungs- und Beschlussgremien über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule beschließen und insbesondere über die pädagogische und fachliche Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit entscheiden.
In Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt das Bezirksamt alle bisherigen und bereits initiierten Aktivitäten und setzt sich im Rahmen seiner Einflussmöglichkeiten weiter für eine aktive Förderung des Projekts an Neuköllner Schulen ein.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Giffey
Bezirksstadträtin
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