Neuer Kulturstandort für Britz beschlossen
In der BVV am 05. Dezember 2007 wurde mit überwältigender Mehrheit - gegen die Stimmen der CDU - der Ausbau des denkmalgeschützten Gutshofes zum Kulturstandort beschlossen.
Neben der Paul-Hindemith-Musikschule soll auch das Museum Neukölln hier eine neue Heimat finden. Zusätzlich soll der vorhandene ehemalige Kuhstall zum „Kulturstall“ umgebaut werden. Des Weiteren ist eine überdachte Freilichtbühne und auch eine Nutztierhaltung auf dem Gutshof vorgesehen.
Zusammen mit dem historischen Schloss Britz nebenan soll ein gemeinsames Ensemble für Kultur entstehen, das den Standort wesentlich aufwertet und zu steigenden Besucherzahlen führt.
Natürlich ist das nicht umsonst zu haben: Nach den bisherigen Planungen wird die komplette Renovierung und der Umbau des Gutshofes in den nächsten Jahren 8 Mio. Euro kosten. Nach Aussagen des Bezirksamtes würden aber ca. 60% dieser Kosten sowieso anfallen, da der Gutshof Britz unter Denkmalschutz steht und ohnehin erhalten werden muss. Der Baubeginn soll 2008 erfolgen und bis 2012 sollen die komplette Sanierung und der Umbau abgeschlossen werden. Zum Teil kommen die Mittel aus der baulichen Unterhaltung des Bezirks und zum anderen Teil sind Investitionsmittel bei der Senatsverwaltung dafür beantragt. Klar ist auch: Gebaut werden kann nur, wenn die notwendigen Gelder bereitgestellt werden. Die BVV hat deshalb beschlossen, sich regelmäßig über den Baufortschritt unterrichten zu lassen.
Für die CDU-Fraktion in der BVV war die namentliche Abstimmung über den Gutshof Britz eine krachende Niederlage, hatten sie uns Grünen in ihrem Antrag extra noch eine Ökobäckerei auf dem Gutshof angeboten, um uns auf ihre Seite zu ziehen, so standen sie nun alleine da.
Es darf ruhig vermutet werden, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU, Liecke, die namentliche Abstimmung beantragt hat, um seine eigenen Leute zu disziplinieren, da diese sonst auch dem runden Konzept der Zählgemeinschaft aus SPD, Grünen und der Linken zugestimmt hätten.
Heinz Wagner
