Neuköllner JHA-Vorsitzender verweigert sich der Solidarität der Berliner Bezirke
<link http: www.paperpress.org _blank external-link-new-window>In einem Brandbrief an den Senat und das Abgeordnetenhaus haben elf Vorsitzende der Berliner Jugendhilfeausschüsse auf die unhaltbaren Einsparungen in der Jugendarbeit und die desolate Personalsituation im Kinderschutz hingewiesen. Nur der Bezirk Neukölln schert aus dieser überparteilichen Initiative aus: Der Ausschussvorsitzende Manuel Thormann (CDU) begründet seine Enthaltung mit dem Ziel, die Arbeit des Neuköllner Jugendstadtrats Falko Liecke (CDU) nicht zu beeinträchtigen.
<link internal-link internal link in current>Gabriele Vonnekold, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln und Mitglied des Jugendhilfeausschusses, erklärt dazu: "Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses in Neukölln sieht sich der Verteidigung der Politik des Neuköllner Bezirksamtes stärker verpflichtet, als dem Wohl der Berliner Kinder und Jugendlichen. Das ist sehr bedauerlich."
Neukölln steht im Ranking der Berliner Bezirke bei der Ausstattung mit Einrichtungen und Projekten der Jugendarbeit auf dem vorletzten Platz. Trotzdem werden Initiativen weggespart. Neukölln leidet seit Jahren unter einer extremen Personalnot. Inzwischen hat auch der Finanzsenator festgestellt, dass in Neukölln kein weiterer Personalabbau mehr möglich sei. Trotzdem wurde erst kürzlich ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, <link http: www.gruene-neukoelln.de neukoelln aktuellemeldungen einzelansicht article _blank external-link-new-window>zusätzliche Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Kinderschutz einzustellen, von der Rot-Schwarzen Mehrheit in der Neuköllner BVV abgelehnt.
Die Bezirksamtsmehrheit in Neukölln hat die verantwortungslose Sparpolitik des Senats auf Kosten der Kinder und Jugendlichen und der Mitarbeiterschaft des Bezirkes längst in vorauseilendem Gehorsam vollzogen und ist nicht bereit, für eine angemessene Ausstattung der Bezirke einzutreten.
