Termin: 19:00 Uhr

ONE Deutschland stellt sich vor

Ort: Grüne Geschäftsstelle, Berthelsdorfer Str. 9, 12043 Berlin

Am 18. August 2009 ab 19 Uhr wird Alicia Blázquez Fernández im Rahmen unseres 14-tägigen Bezirksgruppentreffens in unserer Geschäftsstelle die Lobby- und Kampagnenorganisation <link http: one.org de external-link-new-window external link in new>ONE vorstellen.

Ziel von ONE ist die Bekämpfung von extremer Armut weltweit, auf Grund der dortigen Verhältnisse mit Schwerpunkt in Afrika. ONE will Druck ausüben auf die Regierungen der reichen Länder und verlangt in der Regel nicht mehr als die Einhaltung bereits abgegebener Versprechungen. Die Organisation sammelt keine Spenden, sondern wird von vermögenden Persönlichkeiten finanziert, darunter prominente Namen wie Bill Gates, Bono von U2, Bob Geldof, Bobby Shriver. Sie ist hervorgegangen aus früheren Kampagnen („DATA“) zum Schuldenerlass für extrem arme Länder (4. Welt), der Bekämpfung von HIV/Aids und der Reform unfairer Handelsregularien. Merkmal ist die intensive Nutzung des Internet zur Sammlung elektronischer Unterschriften.

Die „klassische“ Entwicklungshilfe, inzwischen Entwicklungszusammenarbeit genannt, wird immer häufiger (selbst aus den Empfängerländern) als nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich kritisiert. Der kenianische Ökonom James Shikwati meint, dass Entwicklungshilfe einer der Gründe für Afrikas Probleme und daher einzustellen sei, da die wirtschaftliche Intervention den freien Warenaustausch zwischen den Entwicklungsländern und die Herausbildung einer privaten Wirtschaft behindere. George Ayittey kritisiert, dass ein großer Teil der Entwicklungshilfe, die in afrikanische Länder geflossen ist, von korrupten Eliten missbraucht wurde. Ein neues Buch von Volker Seitz mit dem Titel "Afrika wird arm regiert" kommt zu dem Schluss, Milliarden an Entwicklungshilfe seien in Afrika nutzlos verdunstet.

Im Zusammenhang mit dieser Kritik werden häufig auch die Organisation ONE oder ihre Protagonisten erwähnt als naive Weltverbesserer, die alten Konzepten anhängen, die sich längst als falsch herausgestellt hätten.

Frau Blázquez wird hierzu sicherlich Stellung nehmen und wir können uns auf eine spannende Diskussion freuen.

Unsere Treffen sind immer öffentlich. Wir behalten uns jedoch vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.